Beinahe ein Fisch zu wenig

Es war einmal ein schöner Freitagnachmittag. Die Familie Mülbach saß am Feuer, als

Vater sagte: „Ich gehe Fische fangen fürs leckere Essen.“ Aber das jüngste Kind Lisa machte ein trauriges Gesicht. Alle fragten Lisa, warum sie sich nicht auch auf das leckere Essen freute. Aber sie antwortete nicht. Sie verschwand in ihrem Zimmer. „Warum darf ich nicht mit gehen, die Fische fangen?“, fragte sie sich selbst. Da hatte sie eine Idee. Sie nahm einen langen Speer in die Hand und folgte ihrem Vater an den See. Als sie dort ankam, bemerkte Lisa, dass ihr Vater mitten im See die Fische fing.

Also musste sie sich einen Platz suchen, wo ihr Vater sie nicht finden konnte, denn sonst würde Lisa mächtig Ärger bekommen. Sie sah lange Halme aus dem Wasser wachsen. „Dort kann ich mich verstecken und in Ruhe die Fische fangen“, dachte Lisa.

Als schon drei Stunden vergangen waren, sah sie, dass der Vater schon längst gegangen war. Lisa stand auf und wollte gehen. Doch sie hatte gar kein Netz für die vielen Fische dabei. Da fiel ihr schon wieder etwas ein. Lisa rupfte ein paar von den Halmen ab und band sie wie zu einem Korb zusammen.

Als sie damit fertig war, rannte sie nach Hause. Dort hörte sie ihren Vater traurig jammern: „Ich habe fast keine Fische gefangen, wir müssen sie ums sogar teilen!“ Da rief Lisa: Aber nein! Ich habe auch noch einen ganzen Korb Fische!“ Da fragte der Vater Lisa : „Kannst du mir ab heute immer beim Fische fangen helfen?“ Natürlich antwortete Lisa mit einem „Ja“ und alle waren glücklich.

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